Film

Artikel mit dem Schlagwort Film.

Das Thema, wie sehr Google als Datenkrake auftritt, ist nicht neu, aber in diesem Video sehr schick aufgemacht. (via)


Link: sevenload.com

Ist schon jemandem aufgefallen, wem diese Frau aus dem Vorspann des Flying Circus von Monty Python ähnlich sieht?

Modellflug

Ich bin gerade auf dieses kurze Video gestoßen, das wirklich beindruckende Modellflugkunststücke zeigt. Das Flugzeug tanzt durch die Halle und führt Bewegungen aus, die recht unglaublich sind.

Als Physiker kann man es ja nicht bleiben lassen, sich dazu ein paar Gedanken zu machen und das erste was einem auffällt ist, dass das Ding völlig übermotorisiert ist. Besonders deutlich wird das gegen Ende, wenn der Pilot es senkrecht in der Luft stehen lässt und dann noch genug Reservern hat, es blitzschnell nach oben zu beschleunigen. Es ist also im Prinzip ein Motor mit ein paar superleichten Flügeln dran, die nur dazu gut sind, die Richtung zu ändern, in die der Motor zieht, und die nicht notwendig sind, um das Flugzeug in der Luft zu halten.

Man konnte es nicht genau sehen, aber ich nehme an, dass die Steuerklappen groß im Verhältnis zur Flügelfläche waren, denn sonst wären die abrupten Richtungswechsel nicht möglich, schon gar nicht bei so kleinen Geschwindigkeiten, wie es da gezeigt wurde. An einigen Stellen wurden fast aus dem Stand Schwenks augeführt, so dass ich mich wunderte, ob der Luftstrom über die Flügel dazu überhaupt ausreicht. Es könnte ja sein, dass da zusätzliche Technik drinsteckt wie eine kippbare Motorachse oder selektiv in der Neigung verstellbare Rotorblätter, aber ich glaube doch eher nicht. Wahrschenlich reichen einfach schon geringe Geschwindigkeiten, um den leichten Körper mit Hilfe der üblichen Steuerelemente zu drehen.

De Lorean

Wer hätte ihn nicht gern, einen De Lorean wie aus Zurück in die Zukunft, mit “funktionierendem” Fluxkompensator. Leider nur nachgebaut, dafür aber käuflich.

Direktlink, via NPD-Blog

Meine völlige Zustimmung findet die Stellungnahme des IBKA zu Zensurforderungen der Serie Popetown. Ein Auszug:

Besonders besorgniserregend sind Bestrebungen, den Paragraph 166 des Strafgesetzbuches zu erweitern, um in künftigen Fällen ein noch effektiveres Zensurinstrument zur Hand zu haben. Schon jetzt unterliegt dieser Paragraph der verqueren Logik, ansonsten straffreie Äußerungen – also solche, bei denen die Strafbestimmungen zu Beleidigung, Verleumdung usw. nicht greifen – dann zu kriminalisieren, wenn Gläubige gegen diese gewaltsam agieren könnten. Eine derartige Sondervorschrift, welche nicht die Androhung von Gewalt, sondern die dadurch Bedrohten bestraft, belohnt das Faustrecht von Fanatikern, hat somit in einer offenen Gesellschaft keine Rechtfertigung und gehört daher nicht auch noch erweitert, sondern endlich abgeschafft.

Ich habe gestern Caché gesehen und fand ihn richtig gut. Es gibt keine Filmmusik, die einem aufzwingt, was man zu fühlen hat, und Geräusche treten viel stärker hervor. Ohne konkrete Bedrohnung wird viel Spannung aufgebaut, die Vermischung von (im Film) Realem und Videosequenzen ist sehr gut gelungen und wird auch nicht übertrieben oft angewendet. Das Thema ist “Schuld” und man bekommt weder eine fertig moralisierende Antwort vorgesetzt, noch gibt es einen Sympatieträger. Ansehen!

Mikael Niemis Buch “Populärmusik från Vittula” ist eines der (leider nicht sehr zahlreichen) Bücher, die ich auf schwedisch gelesen habe. Tolles Buch! Es beschreibt in sehr unterhaltsamer und witziger Weise das Aufwachsen im äußersten Norden Schwedens, Norrland, und beinhaltet neben Seitenhieben auf die Hinterwäldler auch tragische und bizarre Elemente. Der Film zum Buch kam hier 2004 in die Kinos und wenn ich mich recht erinnere, war er sehr sehenswert, obwohl zentrale Elemente des Buchs ausgelassen wurden. Jetzt ist er in den deutschen Kinos zu sehen und ich wünsche allen viel Spass dabei. (via Spreeblick)

Digitale Rechteverwaltung (Digital Rights Management, DRM) ist auf dem Vormarsch. Das Prinzip ist einfach: Musikdateien werden verschlüsselt, und können nur benutzt werden, wenn die Abspielsoftware oder das Gerät sich über einen Schlüsselserver im Internet vergewissert, dass man auch wirklich das Recht dazu hat. Man erwirbt also nicht mehr die Musik (oder bald auch Filme) selbst, sondern das “Recht”, sie auf gewisse Weise zu nutzen. Wie genau die Bedingungen aussehen, hängt vom Anbieter ab. Weil man meist die Musik nicht mehr auf beliebig vielen Rechnern abspielen kann und weiteren Einschränkungen im Vergleich zur CD unterliegt, die man selbst zu mp3 oder ogg komprimieren kann, wird DRM auch gerne als Digital Restriction Management gedeutet, also Digitale Einschränkungsverwaltung. Weitere Kritikpunkte sind die mangelnde Interoperabilität, das Fehlen von offenen Standards oder die völlige Unsicherheit, ob die Dateien nach einem Computertausch oder nach einigen Jahren noch funktionieren. Mehr dazu findet sich in der Wikipedia.

Obwohl ich zu diesen Bedingungen nie Musik “kaufen” werde, möchte ich hier argumentieren, dass es durchaus sinnvolle Anwendungsmodelle für DRM geben kann. Grundvoraussetzung ist meiner Meinung nach die Offenheit des Systems, so dass es in beliebige Software und Abspielgeräte integriert werden kann, nicht nur in diejenigen der Inhalteanbieter. Es gibt Bestrebungen in diese Richtung, aber ein allgemein akzeptierter Standard ist nicht in Sicht.

Desweiteren spielt der Preis die entscheidende Rolle. Das gleiche Geld für Inhalte auf einem weniger beständigen und minderwertig nutzbaren Träger auszugeben ist nicht gerechtfertigt. Ein Beispiel für sinnvolles DRM sehe ich in dem Ersatz für Filmverleihe. Ich hätte nichts dagegen eine nur einmal (oder x-mal) abspielbare Datei zu erwerben und herunterzuladen, wenn der Preis eben nicht auf DVD-Niveau sondern auf Leihgebührniveau (1-3 €) läge. Der Kunde hätte nur Vorteile im Vergleich zum üblichen Verleih: kein Abholen, kein Zurückbringen, keine Zeitbindung, wann man den Film ansieht. Man löscht die Datei einfach nach Gebrauch. Wenn es dazu noch möglich wäre aus dem gesamten historischen Fundus an Filmen auszuwählen, wäre es alleine schon die Einfachheit und Auswahl Wert, Geld zu bezahlen und dieses Angebot diversen Tauschbörsen vorzuziehen.

Eine weitere Möglichkeit, DRM fair und sinnvoll zu nutzen, sind Musik-Abonnements. Ich wäre durchaus bereit, eine nicht unbeträchtliche monatliche Summe zu bezahlen, um dafür freien Zugriff auf alle je veröffentliche Musik zu erhalten. Das DRM könnte so gestaltet sein, dass einmal pro Monat die Dateien relizensiert werden müssen, also dass nachgeschaut wird, ob man sein Abonnement nicht gekündigt hat. Falls doch, verfielen die Musikdateien. Meinetwegen könnte es sogar eine maximale Albenzahl pro Monat geben, denn mehr als eine gewisse Menge neuer Musik verdaut man in der Regel sowieso nicht. In diesem Modell verlören wiederum die Dateien selbst ihren Wert, denn man könnte sie ja bei Verlust jederzeit neu herunterladen. Außerdem entfiele der Aufbau eines eigenen Musikarchives – man hat schon das größtmögliche zur Verfügung. Durch die fehlende ständige Überprüfung der Lizenz wäre auch das Überspielen auf portable Geräte oder das vorübergehende Weitergeben an Freunde kein Problem. Und wie bei Filmen wäre der einfache Zugriff auf ein gut sortiertes und großes Archiv ein Totschlagargument, mit dem keine Tauschbörse mithalten kann.

Schön und gut – es gibt meines Wissens aber leider keine solchen Angebote. Ich bin aber davon überzeugt, dass ich bei weitem nicht der einzige Interessent wäre und dass solche Modelle von Kunden akzeptiert würden. Außerdem wird man wohl noch träumen dürfen… :-)