Das mit dem Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft ist doch eigentlich ganz einfach: Sobald es irgendeine Überprüfbarkeit der Aussagen gibt, verlieren Religionen und anderer Aberglaube jede Debatte gegen jemanden, der nachschaut, nachfragt oder nachmisst. Jahrhundertelang haben Menschen nach einem Gottesbeweis gesucht und das Ergebnis ist nichtig, wenn man den Maßstab der Überprüfbarkeit anlegt.
Leute, die sich lange damit beschäftigt haben, wissen das, und hüten sich, überprüfbare Aussagen zu machen. Solange sie sich nur zu Dingen äußern, die man halt entweder glaubt oder nicht, sind sie unangreifbar. Sogar die katholische Kirche sieht das ein und erkennt vielerlei wissenschaftliche Erkentnisse an. Das ist ihr aber nicht wirklich zu Gute zu halten, denn sie will natürlich ihre Stellung und ihren Einfluss wahren weiß ganz genau, dass sie verliert, wenn sie sich auf überprüfbares Terrain begibt.
Einen Haken hat die Sache aber leider: Menschen lassen sich nicht notwendigerweise von guten Argumenten überzeugen. Dass sich also rationale Argumente mit der Zeit schon durchsetzen, ist nicht zwingend, wird aber leider von vielen, die Aberglauben ablehnen, resignierend angenommen. Wenn dem aber so wäre, gäbe es schon heute keine Religionen mehr, die versuchen, ihre irrationalen Lehren gegen aufklärerisches Denken zu verteidigen. Es gibt sie aber, vielleicht deswegen.
Schlagworte: Religion, Wissenschaft
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Pingback von Ich bin Atheist · Religion vs. Wissenschaft II am 24. May 2006 um 21:50
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Hallo Thomas
Aberglaube gibt es ja schon seit Anbeginn der Menschheit. Sie beruht sicher darauf, dass wir für Dinge, die wir nicht verstehen, irgendeine Lösung einfallen lassen. Leider sind Magie, Zauberei, Hexerei und Religion daraus entstanden. Dazu sagte schon Isaac Newton: “Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean.” Und das gilt auch heute noch.
Gäbe es Mythen über Wunderheiler wie Jesus (der meiner Meinung nach nur ein fiktiver antiker “Actionheld” ist) nur unter dem “einfachen” Volk, wäre alles weniger dramatisch, aber leider haben studierte Menschen, vom “Glauben” verblendet, jahrtausende lang das freie Denken behindert und verfolgt. Wie weit könnte die Wissenschaft schon sein, wenn nicht dauernd die Kirche die angeblichen Ketzer verbrannt hätte? Wenn ich nur daran denke, dass Eratosthenes von Kyrene über 200 Jahre vor “Christus” berechnete, dass die Erde eine Kugel ist und den Umfang genauer angab, als rd. 1500 Jahre später ein gewisser Kolumbus! Dieses Wissen – und auch einiges an Ethik (Stichwort: Hexenverfolgung) – wurde von der Kirche quasi vernichtet. Sie führte die Menschheit weit zurück in Richtung Steinzeit nahc dem Motto: alles was geschieht ist das Werk eines Gottes, der die Menschen bestraft!
Angesichts solcher Tatsachen stellt sich mir die Frage: würde es heute noch Krebs, Aids und andere (im Augenblick) unheilbare Krankheiten geben, wenn es die unterdrückende Kirche nicht gegeben hätte? Vermutlich nicht.Der Witz der Sache ist doch, dass sich der GLAUBE auf NICHTWISSEN (und nix anderes ist es) stützt und es als WAHRHEIT verkauft. Dabei sagte schon Rene Descartes: „Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch” und dabei ist die Kirche Lichtjahre entfernt davon, dass ihre Lehren auch nur ansatzweise wahrscheinlich sind.
Gerald

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